Verschwiegenheitspflicht

Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen sind gemäß § 37 Psychologengesetz 2013, BGBl. I Nr. 182/2013, zur Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet.

 

Die strenge Verschwiegenheit bezieht sich auf alle Inhalte von klinisch-psychologischer Behandlung und Beratung.

 

Diese strenge berufsrechtlich normierte Verschwiegenheitspflicht über Geheimnisse gegenüber Dritten (einschließlich Auskünfte gegenüber Angehörigen) ist Grundlage für das besondere Vertrauensverhältnis in der Beziehungsarbeit zwischen PsychologIn und PatientIn.

 

Für Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen ist eine Verletzung der Verschwiegenheitspflicht lediglich dann gerechtfertigt, wenn einer Person gegenwärtig und unmittelbar ein bedeutender Nachteil droht und eine Verletzung der Verschwiegenheitspflicht dazu dient, diesen Nachteil abzuwenden.

Der Nachteil muss sich unmittelbar auf höherwertige Rechtsgüter wie z.B. Leben, Gesundheit oder sexuelle Integrität eines Menschen beziehen. Das betrifft sowohl das Leben und die Gesundheit der Patientin/des Patienten selbst als auch eines Dritten.

(Auszug aus den diesbezüglichen Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit, Stand März 2015)

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© 2018 Mag. Caroline Makovec · Klinische- und Gesundheitspsychologin · Psychologische Praxis in 1060 Wien · Mobil 0699 199 379 63 · praxis@psychologie-makovec.at

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