Alter und Altern, Geratrie

 

Gerontologie ist die Lehre vom Altern.

Geriatrie ist die Lehre von den Krankheiten im Alter.

 

Es gibt kein objektives Kriterium, ab wann ein Mensch "alt" ist. Die Definition erfolgt häufig aufgrund sozialer Kriterien (z. B. Pensionierung) und weist kulturelle Unterschiede auf. In der Psychologie wird heute meist zwischen "jungen Alten" (65-74 Jahre) und "alten Alten" (75+ Jahre) unterschieden. Über 80jährige werden auch als Hochbetagte bezeichnet.

 

Das Älterwerden ist für viele Menschen mit Ängsten verbunden. Teilweise kommen auch körperliche und gesundheitliche Einschränkungen dazu, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. In Würde zu altern hat mit gelungenen inneren Entwicklungsprozessen zu tun, die manchmal der Unterstützung durch eine/n Fachmann/frau bedürfen.

 

Ich helfe Ihnen gerne, Ressourcen zu entdecken und Veränderungen einzuleiten. Dabei werden verschiedene Techniken und Interventionsformen aus allen Wissenschaftsgebieten, die sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen beschäftigen, genutzt.

 

 

Erkrankungen des Alters

 

Es gibt wenig spezifische Kenntnisse über die Psychopathologie des Alters; grundsätzlich können alle Störungen des Erwachsenenalters auftreten.

 

Besonderheiten:

  • Hirnorganisch bedingte Störungen treten im Alter gehäuft auf.
  • Alte Menschen leiden häufiger an mehreren Krankheiten gleichzeitig, die sich gegenseitig beeinflussen können.

 

Hirnorganisch bedingte Störungen:

  • Demenz

Syndrom, das infolge einer Gehirnerkrankung entsteht, üblicherweise chronisch oder progressiv verläuft und gekennzeichnet ist durch eine multiple Störung der höheren kortikalen Funktionen (Gedächtnis, Denken, Orientierung, Verständnis, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Urteilsfähigkeit). Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Vor oder gleichzeitig mit den kognitiven Beeinträchtigungen treten meist Verschlechterungen der emotionalen Steuerung, des Sozialverhaltens und/oder der Motivaiton auf. (ICD-10)

 

4 Hauptformen der Demenz (nach ICD-10):

  • Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)
  • vaskuläre Demenz (z. B. Multi-Infarkt-Demenz)
  • andere Formen der Demenz (Creutzfeldt-Jakob-Disease u.a.)
  • Demenz NNB

 

  • Delir

​Gleichzeitig bestehende Störungen von Bewußtsein, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis, Orientierung, Psychomotorik, Emotionalität und Schlaf-Wach-Rhythmus. (ICD-10)

 

Die Ursachen sind vielfältig, wie z. b. Intoxikationen durch Medikamente, Stoffwechselstörungen, Operationen und Infektionen/Fieber.

Bei Behandlung kommt es zu einer Rückbildung der Symptomatik meist innerhalb von vier Wochen.

 

Primär psychisch bedingte Störungen:

  • Depression

Aufgrund vermehrter somatischer Beschwerden, (multipler) Verluste, möglicher Isolation, einer stärkeren motorischen Verlangsamung und (subjektiven) Gedächtnisschwierigkeiten weisen 15-20% der Bevölkerung über 65 Jahre depressive Symptome (nicht das Vollbild!) auf.

 

Ohne Behandlung besteht eine Tendenz zur Chronofizierung, mit einer adäquaten Behandlung ist die Prognose dagegen gut.

 

  • Wahnhafte Störungen

​Wahn = komplexes Ideengebäude von Vorstellungen unwahren Inhalts und objektiv falschen Überzeugungen, die mit subjektiver Gewißheit erlebt werden und durch Erfahrung und zwingende Schlüsse unkorrigierbar sind.

Wahnvorstellungen sind im Vergleich zu Jüngeren "realistischer" und betreffend verstärkt Menschen der eigenen Umgebung.

Zu den Ursachen zählen sensorische Beeinträchtigung ( v.a. Schwerhörigkeit), Isolation, Delir/Demenz sowie eine entsprechende Störung in früheren Jahren.

 

Unbehandelt besteht eine Tendenz zur Chronifizierung.

 

  • Substanzmißbrauch

  • Schlafstörungen

 

 

 

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© 2018 Mag. Caroline Makovec · Klinische- und Gesundheitspsychologin · Psychologische Praxis in 1060 Wien · Mobil 0699 199 379 63 · praxis@psychologie-makovec.at

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