Zwangsstörung

 

Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter unerwünschten und stets wiederkehrenden Gedanken (Zwangsgedanken), die Angst auslösen und zu stereotypen Handlungen (Zwangshandlungen) der Betroffenen führen können.

 

Die Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlunen werden als persönlichkeitsfremde, aufgezwungene und willentlich nicht kontrollierbare Stereotypien erlebt.

 

Wird das Zwangverhalten unterlassen oder gar verhindert, kommt es zu massiven, fast panikartigen Angstzuständen. Nur durch die ritualisierte Handlung selbst kann die Angst vermieden und eine Spannungsreduktion herbeigeführt werden.

 

Zwangserkrankungen werden als Angststörungen klassifiziert, weil die Zwangsgedanken  intensive Angst bei dem Betroffenen auslösen, während die Zwangshandlungen Angst verhindern oder verringern.

 

Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen, der Krankheitsbeginn liegt häufig in der Kindheit oder Adoleszenz.

 

Erklärungsansätze sprechen einerseits vom Vorliegen biologischer Faktoren, die einen Einfluß auf die Entstehung und Aufrechterhaltung von Zwangsstörungen zu haben scheinen. 

Andererseits konnte festgestellt werden, dass  Betroffene  depressiver sind als andere Menschen und damit auch ein größeres Unbehagen gegenüber negativen Gedanken empfinden. Weiters stellen ein oft strenger Verhaltenscodex sowie dysfunktionale Überzeugungen von Verantwortlichkeit und Schaden den Betroffenen vor das unbedingte Verlangen diese unangenehmen Vorstellungen kontrollieren zu können, um nicht "völlig verrückt" zu werden.

 

 

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© 2017 Mag. Caroline Makovec · Klinische- und Gesundheitspsychologin · Psychologische Praxis in 1060 Wien · Mobil 0699 199 379 63 · praxis@psychologie-makovec.at

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