Wenn aus Nähe Distanz geworden ist

 

Ich bin davon überzeugt, dass eine glückliche und tragfähige Beziehung eine große Quelle von Kraft, Geborgenheit und Sicherheit sein kann. Gleichzeitig kann kaum etwas so belastend sein wie eine Partnerschaft, in der Nähe verloren gegangen ist und Konflikte zunehmend den gemeinsamen Alltag bestimmen.

 

Die gute Nachricht ist: Schwierigkeiten in einer Beziehung bedeuten nicht zwangsläufig, dass die Liebe füreinander verloren gegangen ist.

 

Oft geraten Paare mit der Zeit in Beziehungsmuster, die sich immer wiederholen. Beide reagieren aufeinander, fühlen sich verletzt, unverstanden oder zurückgewiesen – und obwohl sich eigentlich beide wieder mehr Nähe wünschen, scheint genau diese immer schwerer erreichbar zu werden.

 

Vielleicht kennen Sie das ... 

  • Sie geraten immer wieder in dieselben Konflikte und haben das Gefühl, sich im Kreis zu drehen.
  • Gespräche eskalieren schnell oder enden in Rückzug und Schweigen.
  • Einer sucht Nähe oder eine Aussprache, während der andere sich zunehmend zurückzieht.
  • Sie fühlen sich vom anderen nicht mehr verstanden oder emotional erreicht.
  • Anspannung, Distanz oder emotionale Kälte bestimmen immer häufiger den gemeinsamen Alltag.
  • Sie funktionieren als Paar oder Familie noch gut, fühlen sich einander aber kaum mehr verbunden.
  • Zärtlichkeit und Sexualität sind weniger geworden oder ganz verschwunden.
  • Eine Affäre oder eine andere Verletzung hat das Vertrauen erschüttert.
  • Sie fragen sich, ob noch genügend Gefühle füreinander vorhanden sind.
  • In wichtigen Momenten erleben Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin nicht mehr als die Person, auf die Sie sich verlassen können.

Hinter solchen Konflikten liegen häufig nicht Gleichgültigkeit oder fehlende Liebe, sondern unerfüllte emotionale Bedürfnisse, Verletzungen und die Angst, den anderen nicht mehr erreichen zu können.

 

Genau hier setzt die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) an.

 

Emotionsfokussierte Paartherapie

 

Die Emotionsfokussierte Paartherapie wurde von Sue Johnson und Les Greenberg entwickelt und basiert unter anderem auf Erkenntnissen der Bindungsforschung.

 

Im Mittelpunkt steht die emotionale Verbindung zwischen den Partner:innen. Statt ausschließlich danach zu fragen, worüber ein Paar streitet, betrachten wir gemeinsam, was zwischen beiden geschieht, wenn ein Konflikt entsteht.

 

Was löst die Reaktion des anderen in mir aus?

 

Was geschieht hinter Ärger, Rückzug oder Kritik?

 

Welche Verletzlichkeit bleibt dabei häufig unausgesprochen?

 

Und wonach sehne ich mich eigentlich von meinem Partner oder meiner Partnerin?

 

Im Laufe einer Beziehung können sich negative Interaktionsmuster entwickeln, die zunehmend ein Eigenleben bekommen. Ein Partner fordert beispielsweise stärker Nähe oder eine Reaktion ein, während der andere sich unter Druck gesetzt fühlt und zurückzieht. Dieser Rückzug verstärkt wiederum das Gefühl des ersten Partners, nicht gesehen oder nicht wichtig zu sein – wodurch dieser noch stärker reagiert.

 

Mit der Zeit wird das Muster zum eigentlichen Problem, nicht der einzelne Partner.

 

Diese Erkenntnis kann für Paare sehr entlastend sein.

 

Wieder miteinander in Verbindung kommen

 

In der Paartherapie geht es zunächst darum, solche wiederkehrenden Muster gemeinsam zu erkennen und zu verstehen.

 

Nach und nach können die Gefühle und Bedürfnisse sichtbar werden, die hinter den bisherigen Reaktionen liegen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, einander wieder anders zu begegnen: weniger aus Verteidigung, Rückzug oder Angriff und zunehmend aus Offenheit und emotionaler Sicherheit.

 

EFT möchte deshalb nicht nur dabei helfen, Konflikte besser zu lösen. Ziel ist es, die emotionale Verbindung und Sicherheit innerhalb der Beziehung zu stärken.

 

Paare können lernen, sich in schwierigen Momenten wieder gegenseitig zu erreichen, Bedürfnisse klarer auszudrücken und aufeinander so zu reagieren, dass Nähe wieder möglich wird.

 

Manchmal bedeutet das, verloren geglaubte Verbundenheit wiederzufinden. Manchmal geht es darum, Verletzungen gemeinsam zu verarbeiten oder Vertrauen neu aufzubauen. Und manchmal hilft Paartherapie auch dabei, Klarheit darüber zu gewinnen, welchen gemeinsamen Weg ein Paar künftig gehen möchte.

 

Ein geschützter Raum für beide

 

In meiner Arbeit geht es nicht darum, herauszufinden, wer recht hat oder wer schuld ist.

 

Beide Partner:innen sollen mit ihrer jeweiligen Wahrnehmung, ihren Gefühlen und Bedürfnissen Raum bekommen. Gemeinsam versuchen wir zu verstehen, was zwischen Ihnen geschieht und was Sie benötigen, um einander wieder sicherer begegnen zu können.

 

Dabei bietet die Emotionsfokussierte Paartherapie einen wissenschaftlich fundierten Rahmen, den ich mit meiner klinisch-psychologischen Erfahrung verbinde.

 

Wenn Sie das Gefühl haben, sich als Paar verloren zu haben, sich aber wieder näherkommen möchten, begleite ich Sie gerne dabei.

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© 2026 Mag. Caroline Makovec · Klinische Psychologin · Gesundheitspsychologin · Supervisorin · Coach · Autorin · Psychologische Praxis in 1030 Wien · Mobil 0699 199 379 63 · praxis@psychologie-makovec.at

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