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Ich bin davon überzeugt, dass es im Leben nichts gibt, was einem mehr Kraft geben kann als eine glückliche Beziehung und dass es auch nichts gibt, was einem mehr Kraft nehmen kann als eine unglückliche Beziehung.

 

Die gute Nachricht ist, dass wir die unglücklichen Beziehungen verbessern können. Denn meistens scheitern Beziehungen nicht an einem Mangel an Liebe. Beziehungen scheitern oft an negativen Beziehungsmustern, die die empfundene Liebe der Partner mehr und mehr verdrängen. Aber diese Muster können durchbrochen werden und dadurch kann die Liebe füreinander wieder aufleben.

 

Typische Symptome von negativen Beziehungsmustern, von denen Paare immer wieder berichten:

 

  • Die Partner haben das Gefühl, sich im Kreis zu drehen. Sie geraten scheinbar immer wieder in denselben Konflikt, ohne ihn jemals lösen zu können, oft trotz grosser Anstrengung auf beiden Seiten.
  • Negative Stimmungen (wie Anspannung, unangenehme Stille, emotionale Kälte oder Langeweile) überwiegen und breiten sich mehr und mehr aus.
  • Sinnlose und zermürbende Konflikte, die immer öfter und immer schneller getriggert werden.
  • Beide Partner fühlen sich verzweifelt, hilflos und unverstanden.
  • Die Beziehung ist ein Quell von grosser Anstrengung und Stress geworden, Freude und Entspannung werden nur noch selten erlebt.
  • Ein Partner sagt: "Mein Partner ist mir wirklich wichtig, aber ich fühle keine Liebe mehr für ihn/sie."
  • Die Wahrnehmung oder Überzeugung, dass der Partner egoistisch, gleichgültig, emotionskalt, aggressiv oder zu fordernd ist.
  • Eingeschlafene oder unbefriedigende Sexualität.
  • Affären
  • Das Gefühl, in wichtigen Momenten nicht mehr auf seinen Partner zählen zu können.

 

So viele Paare leben weit unter ihrem Glückspotential. Was ich an meiner Arbeit mit Paaren so sehr schätze ist, ihnen dabei helfen zu können, eine glückliche Beziehung, bleibende Liebe und eine stabile Familie zu schaffen und dabei zu bewirken, dass alle Beteiligten zufriedener werden und mehr psychische Gesundheit erlangen. Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) gibt mir dafür die Struktur und die Werkzeuge an die Hand.

 

Emotionsfokussierte Paartherapie bezieht sich auf den Fakt, dass Paare für gewöhnlich aus emotionalen Gründen zueinanderfinden und auch aus emotionalen Gründen Probleme miteinander bekommen. EFT ist eine der besterforschten Paartherapiemethoden, die uns heute zur Verfügung steht. Es gibt nur zwei Methoden, deren Effektivität durch rigorose wissenschaftliche Studien nachgewiesen wurde. Einerseits die Emotionsfokussierte Paartherapie und andererseits die Verhaltenszentrierte bzw. Behaviorale Paartherapie. Es sind also beide Methoden effektiv, in der Verhaltenszentrierten Paartherapie sind Rückfälle jedoch ein großes Problem, Verbesserungen damit für gewöhnlich nur von kurzer Dauer. In der Emotionsfokussierten Paartherapie sind die Rückfallraten nachweislich viel geringer - und das sogar in Hochrisikogruppen, d.h. bei Paaren, die massivem Stress ausgesetzt sind. Außerdem haben Studien gezeigt, dass EFT-Paartherapie eine höhere Verbesserungsquote zugesprochen werden kann: In wissenschaftlichen Effektivitätsstudien wurde demonstriert, dass in der Emotionsfokussierten Paartherapie 90% aller Paare die Beziehung signifikant verbessern, während 7 von 10 Paaren vollständig genesen und nach der Therapie eine glückliche Beziehung führen. Zum Vergleich belaufen sich die Verbesserungsraten in der Verhaltenszentrierten Paartherapie auf 60-70%, während man bei nur 3-4 von 10 Paaren von einer vollständigen Genesung sprechen kann. Nicht zuletzt ist EFT-Paartherapie die einzige Methode, die es Paaren ermöglicht sich wieder ineinander zu verlieben. Andere Methoden konzentrieren sich auf die Schaffung einer funktionalen Beziehung ohne dabei zu berücksichtigen, dass sich die meisten Paare nach emotionaler Zuneigung und Gefühlen von Nähe, Liebe und Leidenschaft sehnen.

 

Emotionsfokussierte Paartherapie scheint deshalb so effektiv zu sein, weil sie sich mit dem Kern der Probleme beschäftigt - nämlich damit, wie die Partner sich in ihrer Beziehung fühlen und wie sie einander emotional beeinflussen. Die hohe Rückfallquote in der Verhaltenszentrierten Paartherapie ist höchstwahrscheinlich dem Fakt zuzuschreiben, dass der Schwerpunkt der Verhaltensveränderung nur an der Oberfläche der Probleme kratzt. Um eine medizinische Analogie zu verwenden: Verhaltenszentrierte Paartherapie beschäftigt sich mit den Symptomen auf der Verhaltensebene, ohne sich jemals direkt auf die Behandlung der Ursachen dieser Symptome zu beziehen.

 

EFT-Paartherapie wurde ursprünglich in Kanada entwickelt und wird inzwischen fast überall auf der Welt praktiziert.

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© 2024 Mag. Caroline Makovec · Klinische Psychologin · Gesundheitspsychologin · Supervisorin · Coach · Psychologische Praxis in 1030 Wien · Mobil 0699 199 379 63 · praxis@psychologie-makovec.at

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